Woher kommt der Whisky Geschmack

Unser Geschmacksempfinden wird maßgeblich in unserer Nase erzeugt. Wir riechen also weitaus mehr, als das wir etwas schmecken. Kein Wunder ist der Mensch doch mit einem Geruchssinn ausgestattet, der 1000Mal so viele Eindrücke wahrnimmt wie die Geschmacksknospen auf der Zunge. Hier sind es „nur“ vier grobe Richtungen, die wir geschmacklich unterscheiden können. Süß, sauer, bitter und salzig.

Whiskys können wir also vornehmlich auf dem riechenden Weg erkunden. Dieses Geruchserlebnis wird dann auf die Geschmacksempfindungen übertragen, sodass Aussagen wie „fruchtig“, „rauchig“. „ölig“ oder „karamellig“ überhaupt erst möglich werden. Doch woher stammen diese Grundaromen, die wir aus dem Whisky erschmecken. Das Rauchige lässt sich recht einfach erklären, schließlich wird das Malz für den Whisky über Torfrauch getrocknet. Doch woher kommt das Fruchtige? Kaum zu glauben, aber die Fruchtigkeit entspringt der Hefe, die während der Gärung zahlreiche fruchtige Ester erzeugt. Die Karamell-Süße hingegen nimmt sich der Whisky vom Holz des Fasses. Je „neuer“ die Fässer sind, desto mehr Holzzucker kann während der Lagerzeit vom Whisky aufgenommen werden. Die deutlich zu spürende Öligkeit mancher Whiskys entspringt übrigens der langen Destillationszeit und der Temperatur bei der Destillation. Je länger ein Malt destilliert wird, desto mehr Ester und Alkohole gelangen in den Auffangbehälter – aber eben auch Öle, die das Endprodukt dann leicht ölig wirken lassen.


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