Wie lange kann man Whiskey lagern?

Bei Wein ist die Lagerung ein recht heikles Thema. Einige Weine werden im Laufe der Zeit „wertvoller“ andere verlieren bei längerer Lagerung jedoch an „Wert“. Beim Whiskey sieht die Sache schon anders aus, er ist deutlich unsensibler, was die Flaschenreifung angeht.

In der Regel ist die Reifung mit der Flaschenabfüllung des Whiskeys abgeschlossen – er ist fertig und hat seinen entgültigen Reifestatus erlangt. Rein Theoretisch lässt er sich nun ewig lagern, ohne Einbußen im Aroma, Geschmack und Alkoholgehalt zu riskieren. Dafür sollte der Whiskey allerdings nicht zu warm und nach Möglichkeit nicht an sonnigen Plätzen gelagert werden.

Dasselbe Prinzip wie beim Wein, der ja bekanntlich auch in der Flasche noch nachreift und so aus einem 10 Jahre alten Wein ein bedeutsamer 15 Jährigen Wein werden kann, funktioniert bei Whiskeys jedoch nicht. Aus einem 15 Jährigen Whiskey wird kein edles 20 Jähriges Tröpfchen, wenn er noch 5 Jahre im Schrank verweilt, denn die eigentliche Reifung findet bereits im Fass statt.

Geöffnet verliert ein Whiskey nach etwa einem Jahr seine Aromen und der Alkoholgehalt sinkt. Das führt zwangsläufig zu Geschmacksveränderungen. Aber auch geschlossene Flaschen können ihr Arom verlieren, wenn der Verschluss nicht wirklich dicht ist. Ändert sich im Laufe der Lagerung der Füllstand innerhalb der geschlossenen Whiskey-Flasche, so ist das ein untrügliches Indiz dafür, dass die Flasche nicht ganz dicht ist und Geschmack und Alkoholgehalt leiden.


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