Whiskey-Welt in Zahlen

Whiskey ist ein Exportschlager, an dem zudem eine Menge Kapital hängt. Alleine für die Lagerhaltung noch nicht zum Verkauf geeigneter Whiskeys ist ein enormer Kapitalbedarf notwendig und nicht nur das! Schon Jahre im Voraus müssen die Blender den ungefähren Whiskey-Bedarf abschätzen. In der Regel gelingt ihnen das gut und auch bei der Finanzierung setzen sie auf ihre eigenen Finanzmittel. Zwar werden die Lagerbestände teilweise auch als Spekulationsobjekt angeboten, dies trifft aber aufgrund des hohen spekulativen Risikos nur einen Bruchteil der gesamten Whiskeyproduktion.

Während die gelagerte „reine Alkoholmenge“ alleine in britischen Scotchlagerbeständen im Jahr 1939 rund 374 Millionen Liter betrug, waren es nach Ende des ersten Weltkrieges gerade einmal 247 Millionen Liter. Die Nachfrage ist im Laufe der Zeit jedoch wieder deutlich gestiegen und hat sich bis zum Jahr 1990 etwa verzehnfacht! Zwar lässt sich hiermit der Bedarf für die einzelnen Jahrgänge gut decken, doch hin und wieder kommt es vor, dass einzelne Sorten von den Blendern nachgekauft werden müssen.

Whiskey ist in Schottland ein wahrer Exportschlage, nichtsdestotrotz verzehren auch die Schotten einen nicht unerheblichen Anteil der eigenen Whiskey-Produktion. Etwa 85 Prozent der Gesamtproduktion gehen in den Export, die restlichen 15 Prozent dienen dem Eigenverzehr. In mehr als 190 Länder wird der schottische Exporthit verkauft, rund 989 Millionen Flaschen Whiskey für einen Gesamtwert von fast 3 Milliarden Pfund. Hauptabnehmer sind Europa, Japan und die USA, wovon etwa 50 Prozent an Europa entfallen. Hier sind es die Spanier, die den größten Scotchkonsum haben, dicht gefolgt von Frankreich.


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