Whiskey – die Fassreifung

Für das spätere Aroma eines Whiskeys sind nicht nur Rohstoffe und Herstellungsprozess von entscheidender Bedeutung, auch die Reifung spielt eine wichtige Rolle! Rund 60 bis 80 Prozent der Reifung sind für den späteren Geschmack verantwortlich, ein Prozess, der mit besonderem Augenmerk und mit viel Bedacht durchgeführt wird.

Verantwortlich für den Geschmack des Whiskeys sind nicht nur die gewählten Holzarten für die Fässer, sondern auch deren vorherige Verwendung, sowie geographische Lage des Lagerorts, das Mikroklima und die Dauer der Reife.

In Amerika werden für die Fassreifung ausschließlich neue, innen ausgekohlte Fässer aus Amerikanischer Weißeiche verwendet, in Europa ist es die Europäische Eiche, die zur Herstellung der Whiskeyfässer genutzt wird.
Um dunkle Whiskeys herzustellen werden Holzfässer aus Spanien oder Portugal benutzt, hierin haben zuvor Sherry und Portwein gelagert. Helle Whiskey Sorten reifen in bereits gebrauchten amerikanischen Fässern.
Zusätzliche Veredelung erfahren Whiskeys, wenn sie in Fässern reifen, in denen zuvor Rum, Portwein, Cognac oder unterschiedliche Weißweine gelagert wurden.

In der Regel erreicht ein echter Malzwhiskey seinen geschmacklichen Höhepunkt nach einer Reifezeit von 10 bis 15 Jahren, einige brauchen noch länger. Nachdem die Fassreifung abgeschlossen ist, wird dem Whiskey nochmals Wasser zugefügt, bevor er in Flaschen abgefüllt und verkauft wird. Damit wird eine gebräuchliche Trinkstärke von 43 bis 46 Prozent erzielt, es gibt aber auch direkte Fassabfüllungen, die einen deutlich höheren Alkoholgehalt aufweisen, dafür aber intensiver im Aroma sind.


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