Teurer Single Malt

Ein Blick auf den Whiskey Markt und die aktuellen Supermarktangebote verrät schnell, dass echter Single Malt Whiskey eine recht teure Angelegenheit ist. Auch ein Rückblick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass sich der Preis für einen Single Malt immer weiter nach oben geschraubt hat. Besonders bei den Raritäten, den Einzelfassabfüllungen und Jahrgangswhiskeys fallen die hochpreisigen Varianten auf. Das ist nicht weiter verwunderlich, bestimmen doch auch auf dem Whiskey Markt Angebot und Nachfrage den Preis. Und wie so oft ist alles was „alt“ ist, auch entsprechend teuer. Hinzu kommt das Spekulationsobjekt Whiskey, vor allem im Raritätenbereich der alten Whiskeys, wo der Whiskey sich durchaus mit einem alten Fläschchen Wein vergleichen lässt – zumindest vom Preis gesehen. Ein letzter Grund für den höheren Preis der Single Malt Whiskeys ist die doch sehr starke Konzentration auf dem weltweiten Whiskey Markt. Zahlreiche Brennereien wurden geschlossen, der Nachschub an Single Malts ist von hier aus nicht mehr gegeben und entsprechend teuer sind die „Reste“. Gerne mischen große Getränkekonzerne hier mit, kaufen diese raren Reste auf und bestimmen so überdurchschnittlich den Preis.

Dennoch ist es sicherlich keine vergebene Liebesmüh, sich nach Schnäppchen umzusehen. Zu finden sind sie in kleinen Spirituosenläden, aber auch in großen Supermärkten. Hier heißt es allerdings „Augen auf“, denn so manches Schnäppchen entpuppt sich beim Verkosten schnell als Reinfall. Gerne werden auch Single Malts abgefüllt, die, aufgrund ihrer schlechteren Qualität, eigentlich fürs Blendig vorgesehen waren. Sie erscheinen dann zwar günstig, aber nur auf den ersten Blick. Andererseits lohnt es sich durchaus, bei einem guten Malt auch einmal tiefer in die Tasche zu greifen. Für knapp über 20 Euro ist schon etwas genießbares zu bekommen und für ein Gläschen hin und wieder relativiert sich auch ein höherer Preis recht schnell.


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