So wird Single Malt gemacht – Step 4

Nach dem eigentlichen Brennvorgang erfolgt die Abfüllung in Fässer zur Reifung. Hier bekommt der Whiskey seinen eigentlichen Charakter und sein typisches Aroma mit auf den Weg.

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass jedes Fass mit einer eindeutigen Nummer, sowie dem Namen der Brennerei und dem Abfülljahr versehen wird. Die Abfüllung erfolgt in unterschiedlichen Fassgrößen. Von 1 Barrel, was 158 Liter fasst, bis zum Butt mit einem Fassungsvermögen von 500 Litern, selten werden auch noch die 600 Liter Pungeons verwendet. Was nun folgt, ist ein wahres Kunstwerk – die Reifung. Laut Gesetz müssen schottische Whiskeys mindestens 3 Jahre und einen Tag lang reifen. Ein echter Single Malt Whiskey reift in der Regel mindestens 8 Jahre, teilweise sogar bis zu 21 Jahre im Eichenfass. Für den späteren Whiskey ist die Herkunft der Fässer, bzw. ihre vorherige Verwendung, von entscheidender Bedeutung. Abgefüllt wird der Whiskey mit einem Alkoholgehalt von etwa 63,5 Prozent. Pro Jahr „verdunstet“ dann gut 0,5 bis 1 Prozent Alkohol und wird mit den Jahren immer weicher im Geschmack. Das liegt aber nicht nur an der Verdunstung, sondern an der Geschmacksaufnahme aus der Fasswand. Immer wieder werden Proben genommen, um den besten Zeitpunkt für den „fertigen“ Whiskey zu finden. Dabei spielt auch die Fassgröße eine große Rolle, denn je größer das Fass, desto länger ist die Reifezeit! Ein Whiskey in einem großen Fass nimmt den Geschmack der Fasswand nicht so schnell in sich auf, wie ein Whiskey in einem kleinen Fass, er braucht also länger, um den gleichen Reifegrad zu erreichen, wie sein Pendant im kleinen Fass.


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