So wird Single Malt gemacht – Step 2

Nach dem Mälzen der Gerste, folgt nun Schritt zwei auf dem Weg zu einem richtig guten Single Malt Whiskey. Dazu muss zunächst der Alkohol vergoren werden.

Das fertige, nun getrocknete Malz – also die gekeimte und wieder getrocknete Gerste, die nun als Hauptbestandteil keine Stärke, sondern Zucker aufweist – wird mittels einer Getreidemühle zu Malzmehl, dem so genannten Grist, vermahlen. Hierbei kommt es auf die richtige Körnung an, denn zu grob gemahlen, löst sich bei der Weiterverarbeitung zu viel Zucker heraus, zu fein vermahlen, ist die Gefahr des Verklebens zu hoch. Die Grist wird nun mit heißem Wasser im „Mash Tun, dem Maischbottich vermischt, um den Zucker herauszulösen. Dieser Vorgang des Auslaugens wird drei Mal durchgeführt. Bei jedem der drei Vorgänge wird die Temperatur um etwa 15 Grad erhöht, beginnend mit 65 Grad bei der ersten Waschung.

Erst dann wird die so gewonnene Zuckerlösung durch einen Kühler auf etwa 20 Grad abgekühlt und eine besondere Hefekultur zugesetzt. Die Temperatur darf dabei nicht viel höher liegen, da sonst die Hefekulturen nicht überleben. Die so angesetzte Lösung, bei den Schotten heißt sie „Wort“, wird in den Wash Backs, großen Holzbottichen, für etwa zwei bis vier Tage gelagert, bis die Gährung abgeschlossen ist. Während dieser Gärzeit wandeln die Hefekulturen den Zucker in Alkohol, während der eingebaute Propeller in den Wash Backs den Gärschaum immer wieder klein schlägt, damit dieser nicht überquillt.

Das Endprodukt, das Wash, hat nach einer Gärzeit von 48 bis 96 Stunden einen Alkoholgehalt von ungefähr 8 bis 9 Prozent und ist dann bereit für dem nächsten Schritt auf dem Weg zum Whiskey.


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