Schadet Whisky der Umwelt

Für die Whiskyherstellung spielt Torf eine wichtige Rolle. Bringt er doch erst das rauchige Aroma zustanden. Hierzu wird das feuchte Malz über einer mit Torf beheizten Feuerstelle getrocknet. Der Rauch kann so in das Korn eindringen und als Aromenlieferant des fertigen Whiskys dienen. Je länger das Korn dabei dem beißenden Torfrauch ausgesetzt ist, desto stärker wird auch das Raucharoma des Endprodukts.

Torf ist allerdings ein Naturprodukt, kein künstlich gefertigtes Industriegut. Die Whisky Industrie muss also zwangsläufig in die Natur eingreifen, um ihren Whiskys das rauchige Aroma zu bescheren. Ein drei Meter starkes Torfmoor, das sich aus abgestorbenen Pflanzenteilen gebildet hat, ist dabei beinahe 3000 Jahre alt. Drei Meter Torf sind jedoch schnell verbraucht, sodass schon einige Torfregionen erschöpft sind. Die Whisky-Industrie versucht jedoch, ihren Torfverbrauch zu reduzieren. Das gelingt etwa durch das Mahlen des Torfes zu grobkörnigem Pulver, das dann über ein normales Feuer gegeben wird und sein Aroma an das Korn abgibt, anstatt das Malz über einem reinen Torffeuer zu trocknen. Auch geschlossene Trocknungssysteme unterstützen die Reduktion des Torfverbrauchs für die Whisky Herstellung. Anstatt den Rauch über die Dächer in die Umgebung abziehen zu lassen, wird er so lange über das Korn geleitet, bis seine Stärke optimal ausgenutzt ist. Diese Maßnahmen reduzieren den Torfverbrauch ganz erheblich und hinterlassen keine irreparablen Schäden in der Umwelt. Im Gegenteil, in Schottland wächst sogar mehr Torf nach, als von der Whisky Industrie verbraucht wird!


Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.