Irish Whiskey – von den 60ern bis heute

Als sich 1960 Jameson, Powers und die Cork Destillers zur IDG zusammenschlossen, ging auch die letzte Brennerei, Bushmills, die ihre Unabhängigkeit bewahrt hatte Anfang der 70er Jahre in der Irish Destillers Group auf. Die Co. Cork in Midleton wurde zur hochmodernen Brennerei, als sie 1975 in Betrieb ging, seither wurden sämtliche Produkte der IDG hier gebrannt, mit einer Ausnahme, den Bushmills.

Die restlichen alten Destillen wurden ihrem Schicksal überlassen und dem Verfall preisgegeben, einige dienten noch als Lagerhäuser, andere als Besucherzentren. Ebenso verfiel auch das Konsumverhalten, denn Ende der 70er wandte man sich vom Irish Whiskey ab, die ganze Branche fiel in ein tiefes Loch. Erst in den 80er Jahren kamen Malts wieder in Mode, so richtig zum Trend entwickelte sich der Premium-Whiskey in Amerika und Nordeuropa, sehr zur Freude der irischen Produzenten, denn das brachte der Branche neuen Aufschwung.

Das nutzte der französische Pernod Konzern aus und schnappte dem irischen Geschäftsmann John Teeling die Irish Destillers Group vor der Nase weg. Dennoch wendete er sich dem Whiskey nicht ab und hauchte der Cooley Destillery neues Leben ein, sein eigenes Unternehmen entstand. Nachdem sich Teeling schon frühzeitig intensiv mit dem enormen Exportpotenzial auseinandergesetzt hatte, führte er in seiner neu gebauten Brennerei neue Marken ein. Neben Single Malts erstmals in der irischen Whiskey Geschichte getorfte Malts.

Vom Erfolg überrascht, ließ natürlich auch die Konkurrenz nicht lange auf sich warten. Die ehemalige IDG versuchte zwar, den Konkurrenten aufzukaufen, was nicht gelang, besann sich dann jedoch auf ihre eigenen Idee und führte einige Umstrukturierungen in den eigenen Reihen durch. Mit Erfolg, denn heute gibt es in Irland fast 100 unterschiedliche Whiskey Marken – aber nur eine Destillery, die in irischem Besitz ist, Cooley!


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