Irish Whiskey – und die Schotten

Seit jeher streiten die Iren und Schotten darum, wer denn jetzt den Whiskey erfunden hat. Schwarz auf weiß können es die Schotten belegen, denn im Jahr 1494 wurde einem schottischen Mönch schriftlich der Auftrag zuteil, aus Malz Whiskey zu brennen.

Dafür wartet Irland mit der ältesten Lizensbrennerei auf. Bushmills im Co. Antrim erhielt 1608 vom König James I persönlich die Lizenz zum Destillieren von Whiskey. Noch heute wird das Jahr auf den Flaschen der Brennerei angegeben, die in ihrer heutigen Form jedoch längst nicht so alt ist! Als dann noch 1661 Steuern auf den Irish Whiskey per Gesetz erlassen wurden, avancierte Irland zu einem Land der Schwarzbrennerei, kaum jemand hatte Interesse daran, eine Lizenz zum Brennen zu erstehen.

Erst, als das Gesetz 1823 angepasst wurde, lohnte sich das Einholen einer Lizenz, zumindest für kapitalkräftige Brenner. Nicht nur in Dublin, sondern auch in ganz Europa wurde irischer Whiskey zu einer gefragten Spirituose. Die ländlichen Brennereien hatten das Nachsehen und spätestens nach der Abstinenzbewegung von Father Mathew und der Getreideknappheit in der großen Hungersnot um 1840 überlebten die ländlichen Brennereien nicht mehr lange.


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