Der kleine, aber feine Unterschied

Im Gegensatz zu anderen Whiskeys schmecken Whiskeys aus Irland meistens weich und blumig. Der Grund kann in der besonderen Herstellungsweise gesucht werden. In Irland werden Single Malts in der Regel dreifach destilliert, während die schottischen Pendants mit einer zweifachen Destillation auskommen. Auch das System der Herstellung unterscheidet irische Whiskeys von anderen Whiskey Sorten.

So findet in Schottland das Trocknen des Getreides zur Whiskey Herstellung in einem offenen System statt, das Malz kommt also mit dem Torfrauch in Berührung und verleiht ihm ein deftiges Raucharoma. In Irland findet das Trocknen in einem geschlossenen System statt, hier gelangt der Rauch nicht direkt an das Trockengut. Hinzu kommt, dass für irischen Whiskey ausschließlich gemälzte und ungemälzte Gerste verwendet wird.

Für einen schottischen Grain Whisky hingegen kommen Mais und Roggen zur Verwendung, ebenso wie bei Whiskeys aus Amerika. Diese werden entweder nur aus Mais gebrannt oder nur aus überwiegend Roggen. In Kanada ist es der Weizen, der zum Brennen kanadischer Whisky Sorten eingesetzt wird. Zwar zählen Scotch, Irish, Canadian und American Whiskys zu den vier Hauptgruppen, wenn es um die Klassifizierung von Whiskey geht, die Whiskey Herstellung hat sich aber auch in anderen Ländern der Erde etabliert. Unter anderem in Deutschland, der Schweiz und sogar Japan. Die Herstellungsweise, die Vorschriften und auch die Definitionen sind dabei in den einzelnen Produktionsländern recht unterschiedlich gesteckt, wobei sie sich auch geschmacklich mehr oder weniger stark voneinander abheben.


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